The Missing Dot.

Ein Tag wie ein Albtraum.

Aufstehen, Kaffee brühen, noch schnell ein bisschen Social Media bevor es in den Berliner Berufsverkehr geht und dann… Schock. Das Indian Pacific Wheel Race schreibt von einem „Road Incident on Monaro Highway“, wenige Klicks später lese ich das Unfassbare: Mike Hall ist tot. Wahrscheinlich der bekannteste Ultra-Distance-Fahrer und Quell der Inspiration für so viele von uns. Natürlich kenne ich ihn nicht persönlich, trotzdem trifft mich diese Nachricht wie ein Schlag und ich bin den Tränen nahe. Seine nahezu unmenschlichen Leistungen haben mich stets tief beeindruckt und motiviert, erst am vergangenem Samstag habe ich im Kampf mit dem Gegenwind gedacht: „Stell Dich bloß nicht so an. Jetzt, genau in diesem Moment, fahren 70 Helden in Australien seit mehr als einer Woche das IPWR, die haben Grund zu zetern! Hier ist kein Platz für MiMiMi wegen so ein bisschen Wind..! Einfach weitermachen.“ Und das sauge ich mir jetzt nicht aus den Fingern, dieser Gedanken hat mich tatsächlich weiter getrieben.

Aber heute morgen? Ich konnte kaum mein Rad schultern und die Treppen hinuntergehen. Meine Beine waren wie Pudding, die Mundwinkel hingen einfach in Schockstarre herunter… hätte mich heute auch nur ein Auto angehupt oder beim überholen halb vom Rad gezogen – ich hätte einfach nur geschrien.

Wer ein bisschen erübrigen kann, es wurde ein Fundraiser zur Unterstützung der Hinterbliebenen eingerichtet: Crowd Funding to help meet any costs for Mike Hall’s family.

Lasst uns zumindest auf 1x Kaffee und Kuchen auf der nächsten Ausfahrt verzichten und diese 5 Euro stattdessen spenden – Deal?

Wer Mike nochmal erleben möchte, die Doku Inspired To Ride sei erwähnt und wärmstens empfohlen. Ich brauche noch ein paar Tage Zeit…

 

Quelle Beitragsbild: http://www.bicyclingaustralia.com.au/news/jesse-carlsson-and-durian-rider-out-of-indian-pacific-wheel-race-as-leaders-pass-1200km

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Ein Kommentar zu „The Missing Dot.

  1. Hi Ulrich!
    Mir ging es ähnlich heute. „Unfall“ hab ich gelesen. Dann lese ich kurze Zeit danach plötzlich, dass es Mike traf- unfassbar!
    Julianas Video berührt und zeigt, für wieviele Menschen er Inspiration und Vorbild war.
    So auch für mich. Er hat mich nach längerer Zeit wieder auf’s Rad gebracht mit seiner TCR Story. Seit 2015 fahre ich das daraus entstandene Awol Bike. Im März diesen Jahres bin ich dann selbst die erste Selfsupport Langstrecke gefahren. Es war fantastisch. Ich liebe diese Art des Radfahrens. Mike wollte uns dafür noch mit GPS Tracker unterstützen…
    Ride in peace, Mike. Thank you!

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